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Trendprojekt Outdoorküche

Der Sommer ist nah und die Zeit für BBQ und Co. rückt heran. Wie schön wäre es da, neben dem traditionellen Grillen, auch das tägliche Kochen ganz nach Draußen zu verlegen? Die Außenküche, der Trend aus den USA, erfüllt diesen Wunsch! Es gibt eine Vielzahl an Varianten: Von einfachen Grillstationen über komprimierte Kochinseln bis hin zu ausladenden, luxuriösen Küchenzeilen. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob Sie Ihre Outdoor Küche selbst planen und bauen wollen oder einfach auf eine Küche aus dem Fachhandel zurückgreifen. Bei beiden Möglichkeiten gilt es aber einiges zu beachten, bevor Sie das Kochvergnügen im eigenen Garten so richtig genießen können.

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1. Eine Frage des Budgets - selber bauen oder kaufen?

Als Erstes sollten Sie überlegen, wie oft Sie die Außenküche nutzen möchten und welches Budget Sie zur Verfügung haben. Es gilt zu bedenken, dass eine voll ausgestattete Außenküche unter Umständen sehr kostenintensiv werden kann und in unseren Gefilden aufgrund des Klimas nur wenige Monate im Jahr nutzbar ist. Vorgefertigte Outdoor-Küchen von Weber, Napoleon oder OUTLIV. mit eingebautem Elektro– oder Gasgrill sind bereits ab etwa 2.500 Euro erhältlich. Diese verfügen meist zusätzlich über einen integrierten Schrank für Zubehör und einer passenden Arbeitsfläche.

Die Kosten für eine maßgeschneiderte Outdoor Küche sind vergleichbar mit der Investition einer Einbauküche für den Innenraum. Diesbezüglich gilt vorab zu entscheiden, wofür Sie die Außenküche überwiegend verwenden möchten. Würstchen und Steaks grillen bedarf weniger Zubehör und Ausstattung als aufwendige Menüs. Grenzen Sie auf Basis dieser Überlegungen ein, welche Funktionen Sie unbedingt benötigen. Beispielsweise brauchen Sie keinen zusätzlichen Kühlschrank, wenn sich Ihre Außenküche nah genug am Haus befindet.


2. Die Standortwahl

Der richtige Standort für eine Outdoorküche ist abhängig von Ihren Bedürfnissen und Vorlieben. Vielleicht bevorzugen Sie eine freistehende Küche mitten im Garten. Oder Sie möchten lieber auf der Terrasse grillen und direkt neben Elektro–, Holzofen– oder Gasgrill Ihre Küchenzeile stehen haben. Einer der größten Vorteile, wenn sich Ihre Outdoor Küche gleich am Wohngebäude befindet, ist die geschützte Lage. Außerdem ist es umso einfacher Versorgungsleitungen zu legen, je näher die elektrischen Geräte an der Hauswand platziert sind. Leitungen für fließend Wasser und Stromleitungen müssen nicht erst aufwendig durch den Garten verlegt werden. Der Transport von Geschirr und Zutaten wird zudem dank kurzer Wege erleichtert. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Stadt über Vorschriften, Brandschutz und Genehmigungen eines solchen Vorhabens. Denken Sie auch an Ihre Nachbarn. Sorgen Sie für genug Dämmung und Sichtschutz, um Ihre Mitmenschen nicht durch erhöhten Lärmpegel oder Rauchbildung zu stören. Um möglicher Gefahren vorzubeugen, sollte ein heißer Grill nicht direkt neben der Spielwiese der Kinder platziert werden.

Sind Sie sich bezüglich des Standorts Ihrer Außenküche unsicher, können Sie sich Alternativ für eine mobile Outdoorküche entscheiden.

3. Küchenform und Stauraum

Eine weitere wichtige Frage, die Sie sich bei der Planung einer guten Outdoorküche stellen sollten ist, wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht. Prüfen Sie, wie viel Platz pro Gerät benötigt wird – denn die Abmessungen Ihrer Küchengeräte sind ausschlaggebend für die restliche Bemaßung der Küche. Idealerweise bildet die Küchenform ein sogenanntes Küchendreieck – Kühlschrank, Kochfeld/Grill und Spüle bilden drei Punkte eines Dreiecks und sollten nicht mehr als jeweils drei Meter entfernt sein. Grills sollten dabei möglichst weit entfernt von der Sitzgruppe platziert werden, um störenden Rauch und Gerüche von den Gästen fernzuhalten. Lassen Sie genügend Platz auf beiden Seiten des Grills, um Platten und Grillbesteck ablegen zu können und platzieren Sie Geräte nicht zu dicht beieinander. Arbeitsflächen mit verschiedenen Höhen ermöglichen verschiedene Funktionen innerhalb der Küche: Traditionelle 90 cm hohe Arbeitsflächen eignen sich hervorragend für das Kochen im Stehen, 75 cm hohe Oberflächen eignen sich zum Vorbereiten im Sitzen und zum Essen, und 105 cm hohe Stehtische sind perfekt für Gäste, die dem Koch bei einem Aperitif Gesellschaft leisten möchten. Eine Kombination dieser drei Höhen in Ihrer Outdoor-Küche ermöglicht es, den Raum funktional und flexibel zu nutzen.

Die Planung der Form einer Outdoorküche unterscheidet sich nicht wesentlich von der einer Indoorküche. Sie sollte nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und möglichst effizient angelegt werden. Im Folgenden werden die drei Grundformen der Outdoor-Küche vorgestellt:


  • Gerade Küchenzeile: Dieses Modul eignet sich hervorragend als platzsparende Lösung. Die Küchenzeile kann direkt an die äußere Hauswand angebracht werden. Achten Sie aber darauf, dass die Wand hinreichend vor Hitze geschützt wird.


  • Die Insel: Die einfachste und gleichzeitig am häufigsten genutzte Form ist die Insel. Die Geräte sind zentral angeordnet und von jeder Seite zugänglich. Diese Form bietet sich vor allem an, wenn mehrere Köche am Werk sind oder sich Gäste um die Küche versammeln, um dem Koch über die Schulter zu schauen.


  • U-Form: Wenn Sie viel Platz zur Verfügung haben, eignet sich eine U-Form. Dieses Modul bietet gleichzeitig viel Stauraum und effiziente Wege, da die drei Küchenzeilen sehr nah beieinander liegen.


Genau wie in Ihrer Innenküche benötigen Sie auch in Ihrer Outdoor-Küche Stauraum für Küchenutensilien und Geschirr. Der Unterschied ist, dass dieser wasserdicht und robust gegen Temperaturwechsel sein muss. Überlegen Sie sich, wie viel Stauraum Sie für Ihre Küchenutensilien benötigen. Werden Sie die Küche nur in den Sommermonaten oder ganzjährig nutzen? Möchten Sie regelmäßig viele Gäste im Garten bewirten? Dementsprechend sollten Sie ausreichend Schränke und Arbeitsplatten einplanen.

4. Wasser, Strom und Gas

Ein Schlüsselelement einer funktionierenden Küche ist die Energie- und Wasserversorgung. Wir empfehlen Ihnen dafür einen Fachmann zurate zu ziehen. Falls Sie eine Gasleitung für Ihren Gasgrill wünschen, gilt es eine Genehmigung einzuholen und sich im Vorfeld eingängig über eventuelle Gefahren zu informieren. Des Weiteren sollten genügend Steckdosen zur Verfügung stehen, sodass man auch zusätzliche Küchengeräte wie Mixer unkompliziert verwenden kann. Achten Sie darauf, dass ein Elektriker Ihre elektrischen Anschlüsse installiert, so können Sie sicher sein, dass Ihre Küche im Garten auch wirklich sicher ist.
Ein Waschbecken gehört zu den wichtigsten Elementen einer Outdoorküche. Hier sollten Sie darauf achten, dass das Material winterfest ist. Sie benötigen außerdem einen Wasseranschluss. Dieser kann entweder mittels eines Gartenschlauchs installiert werden oder Sie schließen das Spülbecken direkt an das Wasserleitungsnetz Ihres Hauses an.

5. Robuste Materialien

Grundsätzlich ist darauf zu achten wetterfeste Elemente für die Küche im Garten zu verwenden. Dadurch ist sie robust gegen Umwelteinflüsse und extremen Temperaturen und übersteht somit auch viele Winter. Damit Sie lange Freude an Ihren Küchenelementen haben, empfiehlt es sich vor allem auf wasserresistente und UV-beständige Materialien zu setzen. Im Folgenden werden einige Werkstoffe vorgestellt, welche sich aufgrund ihrer Eigenschaften für Draußen eignen:

  • Polymer: UV-resistent, leicht zu reinigen, relativ günstig
  • Edelstahl: sehr belastbar, wetterbeständig, relativ teuer
  • Teakholz: natürliche Optik, wasserresistent (wenn versiegelt), relativ teuer


Bei der Auswahl des Bodenmaterials ist vor allem darauf zu achten, dass dieser rutschfest ist. Denn gerade für Kinder und ältere Menschen können Fliesen oder Marmor gefährlich werden, da diese bei Schnee und Regen sehr glatt und rutschig sind. Auch spielt die Lebensdauer von Outdoor-Fußböden und Arbeitsflächen eine große Rolle, da sie ständig Wind und Wetter ausgesetzt sind. Aus diesem Grund eignen sich vor allem sehr unempfindliche, hochwertige Untergründe, wie beispielsweise:

  • Stein: Stein eignet sich hervorragend für Arbeitsplatten, da dieses Material flecken-unempfindlich und enorm robust ist. Steinplatten können sich jedoch in der Sonne stark aufheizen, sodass sogar Verbrennungsgefahr besteht. Als budget-freundlicher Bodenbelag eignet sich am besten Kalkstein, Sandstein und Schiefer. Marmor stellt die edle Variante dar, was sich auch im Preis wiederspiegelt.
  • Beton: Beton ist ein trendiges Material, sowohl für Arbeitsplatten als auch für Fußböden. Er ist allerdings anfällig für Risse und sollte daher bei der Installation versiegelt werden. Beton kann mittlerweile gefärbt werden und ist aufgrund dessen individuell einsetzbar.
  • Fliese: Fliesen sind in unzähligen Stilen und Farben erhältlich und relativ günstig in der Anschaffung. Wenn Sie geübt sind, können Sie Ihren Boden auch selbst fliesen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie darauf achten, dass die Fliesen frostsicher sind, damit Sie auch den Winter überstehen.


Grundsätzlich sollten Sie auf angeraute Modelle zurückgreifen, welche bei Nässe rutschfester sind.


6. Ausstattung und Küchengeräte

Die Grundausstattung einer Outdoor Küche beinhaltet einen Grill, ein Spülbecken und einen Kühlschrank. Natürlich können Sie Ihre Outdoorküche auch mit luxuriöser Sonderausstattung wie einem Zapfhahn, Smoker, Wärmeschubladen und vielem mehr versehen. Auf jeden Fall sollten Sie beim Kauf all Ihrer Küchengeräte darauf achten, dass diese robust gegen Sonne, Regen und Schnee sind. Am besten eignet sich hierfür Edelstahl. Dieser Werkstoff ist ideal für alle Wetterbedingungen, sehr langlebig und wartungsarm. Die wichtigsten Küchengeräte haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Grill: Ob praktischer Gasgrill, raucharmer Elektrogrill oder klassischer Holzkohlegrill: der Grill ist das Zentrum der Gartenküche. Es gibt eine breite Auswahl an Grills von namhaften Firmen wie z.B. Weber und Napoleon.
  • Spülbecken: Eine Möglichkeit zum Spülen ist vor allem dann notwendig, wenn die Outdoorküche weit vom Wohngebäude entfernt ist. Ein Spülbecken eignet sich zum Spülen von gebrauchten Kochutensilien und Geschirr, wie auch dazu Gemüse und Obst zu waschen und zwischendurch die Hände zu reinigen. Edelstahl ist das ideale Material für ein Outdoor-Spülbecken, da es nicht rostet und sehr hygienisch in der Handhabung ist.
  • Kühlschrank: Ein Kühlschrank ist kein Muss, hat aber vor allem an heißen Tagen viele Vorteile: Getränke, Fleisch und Salate bleiben kühl und sind stets griffbereit. Auch hier gilt: Umso weiter die Küche vom Wohnhaus entfernt ist, desto notwendiger wird die Integration eines Kühlschranks.
  • Ofen: Um die Zahl an Zubereitungsmöglichkeiten zu erweitern, ist neben einem Grill auch der Einbau eines Ofens möglich. Ob Elektro-Backofen, Pizzaofen, Wärmeschublade oder Holzofen – eine Möglichkeit zum Backen ist ein echter Gewinn für Ihre Outdoorküche!
  • Seitenbrenner: Ein Seitenbrenner stellt eine weitere überaus nützliche Ergänzung für Ihre Outdoor-Küche dar. Perfekt, um während des Grillvorgangs Saucen und Suppen zuzubereiten.
  • Abzugshaube: Eine Abzugshaube kann auch draußen sinnvoll sein, um massive Rauchbildung einzudämmen. Vor allem, wenn sich die Outdoorküche nahe am Nachbargrundstück befindet, bietet sich ein zusätzlicher Abzug an, um niemanden zu stören. Außerdem verfügen die meisten Abzugshauben über eine gute Beleuchtung, welche bei Dunkelheit ohnehin unerlässlich ist.
  • Spülmaschine: Der Einbau einer Spülmaschine ist sehr hilfreich, jedoch eher im Gastronomiebereich rentabel. Falls Sie keine Gästeschar von 100 Leuten bewirten müssen, können Sie das schmutzige Geschirr auch einfach auf einem Tablett sammeln und in die Indoorküche bringen, um dort zu spülen.


7. Sicherheit & Schutz vor Regen und Sonne

Das Wetter kann ein großes Problem sein, wenn es um sämtliche Outdoor-Aktivitäten geht. So ist auch bei Outdoor-Cooking ausreichender Schutz vor Sonne, Regen und Schnee gefragt. Der Aufbau eines hohen Sonnendachs oder einer Überdachung über Ihre Outdoor Kitchen ermöglicht es Ihnen sogar im Regen oder bei extremer Hitze draußen zu kochen. Für kleinere Outdoorküchen eignen sich auch hervorragend Sonnenschirme zum Schutz vor extremer Sonneneinstrahlung. Jedoch muss dabei immer darauf geachtet werden, dass die Schutzmaßnahmen nicht leicht in Brand geraten können. Gegen Schnee und Kälte im Winter sorgen Heizpilze und Wärmelampen für Gemütlichkeit. Auch eine Feuerstelle oder ein Kamin sorgen für Wärme und eine heimelige Atmosphäre. Darüber hinaus ist es wichtig, den Kochbereich und die Sitzgruppe ausreichend zu beleuchten. Sie können so nicht nur kochen wann Sie möchten, eine großzügige Ausleuchtung sorgt auch für Sicherheit im Grillbereich, auf den Arbeitsflächen und auf Gehwegen. Einige Outdoor-Küchen haben sogar bereits eine integrierte Beleuchtung.



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