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Was hilft gegen Mücken?

Wenn wir von Juni bis September die lauen Sommerabende auf der Terrasse genießen sind wir oft leider nicht allein. Denn genau in dieser Zeit ist auch Stechmücken-Saison.

Während sich bestimmte Mückenarten durch Licht anziehen lassen, gehen die meisten der heimischen Stechmücken vor allem auf Gerüche und Wärme. Die nehmen die Körperwärme des Menschen wahr und erschnuppern den Kohlendioxid-Gehalt der Atemluft und den Schweiß. Dass sie den idealen Punkt zum Stich in unsere Haut finden, ist dann nur eine Frage von Sekunden.

Damit Sie in diesem Sommer weniger von Juckreiz und Mückenstichen gepeinigt werden, haben wir Ihnen im Folgenden ein paar Tipps zusammengetragen, die gegen Mücken in Haus und Garten helfen.

Mückenschutz im Haus

Mücken Hausverbot erteilen

Der beste Mückenschutz im Haus ist, die Mücken gar nicht erst ins Haus gelangen zu lassen. Konsequentes Aussperren ist hier die Devise! Insbesondere in den Abendstunden, wenn die Stechmücken am aktivsten sind, sollten die Fenster daher am besten geschlossen bleiben. Wenn es jedoch warm ist und man unbedingt die Wohnung oder das Haus lüften will, sollten die Fenster und Türen mit einem speziellen Fliegengitter ausgestattet werden.

Dieser Mückenschutz durch Fliegengitter und Co. hat sich jahrzehntelang bewährt und ersetzt sämtliche chemische Mittel, die meist auch noch unangenehme Gerüche im Haus verbreiten.

Insektengitter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für diverse Fenster- und Türformen. Ob als festes Gitter mit Rahmen, flexibler Rollo oder als Meterware zum Zuschneiden. Auch für die Terrassentür gibt es Schutz: als Lamellenvorhang oder fest installierte Tür. Auch für Dachfenster ist die Befestigung eines Gitters durch spezielle Gitter-Konstruktionen möglich.

Ohne ein solches Schutzgitter bleibt oft nichts anderes übrig als abends und nachts die Fenster geschlossen zu halten. Gerade aber, wenn es eine längere Warmwetterperiode gibt, ist das nächtliche Lüften bei kühleren nächtlichen Temperaturen oft nicht mehr nur eine Wohltat, sondern geradezu eine Notwendigkeit.

Die Anschaffung eines ordentlichen Insektengitters ist also eine Investition, die sich lohnt und Ihnen die ein oder andere schlaflose Nacht und zahllose Mückenstiche erspart. Praktischer Nebeneffekt ist, dass auch beim kurzen Lüften tagsüber keinerlei Fliegen, Käfer oder Spinnen ins Haus gelangen können.

Wenn ein Fliegengitter am Fenster nicht angebracht werden kann oder darf, hilft es manchmal auch ein mobiles Moskitonetz über dem Bett verwenden. Dann sind die Mücken zwar im Haus, aber Sie werden nachts zumindest nichts im Schlaf gestört.

Mücken im Haus loswerden

Nicht selten verbringt man kostbare Zeit damit, Mücken nachts im Schlafzimmer zu jagen. Und meist sind diese schneller und verstecken sich solange, bis man entnervt aufgibt.

Eine chemiefreie Variante, Mücken, die einmal im Haus sind, wieder loszuwerden, sind UV-Lampen, die Mücken anlocken und durch unter Strom stehende Elektroden innerhalb des Gerätes töten.

Am größten ist der Erfolg, wenn Sie die Geräte abends verwenden, Fenster und Türen dabei geschlossen halten und sich zunächst nicht im Raum aufhalten. So werden die Mücken nicht durch Körpergeruch und -wärme abgelenkt und werden am wahrscheinlichsten auf das UV-Licht fliegen.

Mückenplage im Garten verhindern

Keine Brutmöglichkeiten schaffen

Eine der wichtigsten Maßnahmen, um eine Mückenplage vorzubeugen, ist es Brutmöglichkeiten gezielt zu verhindern. Die Mücke liebt das mitunter feuchtwarme Klima unserer Sommermonate und vor allem stehendes Gewässer als Brutstätte für ihre Larven. Sind all diese erst einmal geschlüpft, wird eine Vielzahl von neuen Stechmücken Ihnen auf der Terrasse oder im Haus das Leben schwer machen.

Um die Mückenzahl im Sommer deutlich zu reduzieren hilft es also, kleine Tümpel und Pfützen trocken zu legen, Wasser in Planschbecken, Gießkannen, Blumenuntersetzern und Vogelbädern regelmäßig auszuleeren bzw. zu tauschen. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie dies alle 14 Tagen machen, da Mückenlarven um die drei Wochen benötigen, um sich zu entwickeln.

Größere Regentonnen sollten stets (mückensicher) abgedeckt werden. Wer das einmal mückenbefallene Wasser als kostbares Gießwasser nicht komplett wegschütten will, der kann die Larven auch mit einem feinmaschigen Kescher entfernen. Danach aber unbedingt wieder abdecken, um weitere Larvenablagen zu verhindern.

Natürliche Fressfeinde fördern

Während Sie sich über die Mücken in Ihrem Garten ärgern, gibt es aber auch Bewohner des Gartens, die sich über die zahlreiche Anwesenheit der Mücken freuen: die natürlichen Fressfeinde. Diese helfen Ihnen ganz natürlich bei der Dezimierung von Mücken und Mückenlarven, daher sollten Sie sich diese zum Freund halten und diese Insektenfresser im Garten bewusst fördern. Wenn Sie einen Gartenteich haben (der als stehendes Gewässer ideal für die „Züchtung“ von Mücken ist), sollten Sie diesen auf jeden Fall und, wenn es die Größe des Gartenteichs hergibt, mit Fischen wie Karpfen oder Goldfischen und Fröschen versehen. Diese vertilgen meist bereits schon die Larven und können so verhindern, dass Ihr Teich die Quelle immer neuer Mückengenerationen wird.


Auch insektenfressende Vögel wie Amseln, Rotkehlchen oder Zaunkönige halten die Mückenpopulation in Schach. Dichte Hecken, aber vor allem auch artgerechte Vogelhäuser locken diese Vögel in Ihren Garten. Entweder sie fressen die Mücken und ihre Larven selbst oder bieten diese ihren Jungtieren als Futter an.

Zerstören Sie auch nicht jedes Spinnennetz, das Sie im Garten finden. Denn Spinnen zählen ebenso zu den Fressfeinden der Stechmücke und können bei der Bekämpfung einer Mückenplage durchaus hilfreich sein.

Pflanzen gegen Mücken

Auch kann eine durchdachte Bepflanzung helfen, Mücken fernzuhalten. Denn diverse Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter verbreiten einen Duft, den Mücken nicht ausstehen können und die Plagegeister von uns fernhalten. Gut hilft zum Beispiel der wohlriechende Lavendel gegen Mücken. Es lohnt sich also gleich doppelt, die dekorative und aromatische Pflanze um die Terrasse oder die Sitzecke im Garten zu pflanzen.


Im Folgenden finden Sie die Pflanzen, die wie Lavendel gegen Mücken helfen:

  • Rosmarin
  • Zitronenmelisse
  • Tomaten
  • Basilikum
  • Ringelblume
  • Katzenminze
  • Tagetes
  • Geranien


Da es vor allem die ätherischen Öle der Pflanzen sind, die die Mücken fernhalten, kann man auch auf reine ätherische Öle zurückgreifen. Viele setzen nach wie vor auf Citronella-Kerzen oder mittlerweile auf elektronische Aroma-Diffuser. Wer diesen Geruch aber nicht mag, kann auch auf folgende Öle verwenden:

  • Kampheröl
  • Lavendelöl
  • Minzöl
  • Nelkenöl
  • Teebaumöl
  • Vanilleöl


Einfach ein paar Tropfen in Schälchen mit Wasser geben und diese strategisch um den Gartentisch oder auf Fensterbänke aufstellen. Fertig ist ein effektives und auch wohlriechendes Hausmittel gegen Mücken.



Haben Sie noch einen ultimativen Tipp gegen Mücken? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar und lassen Sie es uns und anderen mückengeplagten Lesern wissen!

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