Ratgeber
Vor- und Nachteile der einzelnen Tischformen im Überblick

Welche Tischarten für den Garten gibt es?

Iris Ahmad
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26.04.2020
|
6 Min Lesezeit
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Iris Ahmad
26.04.2020
|
6 Min Lesezeit

Die Auswahl an Gartentischen ist riesig – wie findet man da nur den perfekten Tisch für die eigenen Bedürfnisse? Im Folgenden möchten wir Ihnen mit unserer kleinen Übersicht daher die gängigsten Tischarten, ihre Formen sowie die unterschiedlichen Tischgestelle etwas näher erklären.

Die Auswahl an Gartentischen ist riesig – wie findet man da nur den perfekten Tisch für die eigenen Bedürfnisse? Nicht nur Material, Farbe und Größe, auch die Tischform spielt bei der Wirkung und den Nutzungsmöglichkeiten eines Gartentischs eine Rolle. Jede Tischform bringt zudem bestimmte Vor- und Nachteile mit sich. Im Folgenden möchten wir Ihnen mit unserer kleinen Übersicht daher die gängigsten Tischarten, ihre Formen sowie die unterschiedlichen Tischgestelle etwas näher erklären.

Tischarten mit Funktionen

Zunächst unterscheidet man zwischen Tischen mit Funktionen und solchen ohne. Der klassische Gartentisch ist starr und verfügt über keinerlei Funktion, was die Veränderung von Länge, Breite oder Höhe betrifft.

Die bekannteste Tischfunktion ist sicherlich die Auszieh- bzw. Verlängerungsfunktion. Hierbei wird in der Regel durch das Einsetzen von zusätzlichen Tischplattenelementen die Gesamtlänge vergrößert. Welche Ausziehmechanismen es im Gartenmöbelbereich noch gibt, können Sie im Magazinartikel „6 Ausziehtische und ihre Mechanismen“ genauer nachlesen.

Wer einen kompakten Gartentisch sucht, der greift in der Regel auf einen Klapptisch zurück. Hierbei ändert sich die eigentliche Plattengröße nicht, zur Wintereinlagerung oder auf Reisen kann das Gestell aber platzsparend eingeklappt werden. Biergartentische sind typische Klapptische, aber auch viele Balkontische verfügen über jenen Klappmechanismus.
Aber auch Beistelltische, wie Loungetische, sind heutzutage nicht mehr nur starre kleine Couchtische für Draußen, sondern werden mit einer Hebefunktion schnell zu einem praktischen Diningtisch.

Bei den sogenannten Lifttischen lässt sich die Höhe anpassen und ermöglicht es so zum Beispiel aus einem niedrigen Loungetisch ein Möbel auf Esstischhöhe zu machen. Manchmal wird die gesamte Tischplatte angehoben, manchmal auch nur ein Teil der Fläche.

Tischformen

Die Form eines Tisches, somit auch eines Gartentisches, wird hauptsächlich durch die Form der Tischplatte bestimmt. Ob Holz, Stein, Metall oder Kunststoff - heutzutage gibt es nahezu jedes Tischplattenmaterial auch in nahezu jeder Tischform. Welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Materialien mitbringen, können Sie genauer im Magazinartikel „Welche Tischplatte unempfindlich und welche anspruchsvoll ist“ nachlesen.

Eckig

Rechteckig

Der klassische rechteckige Gartentisch eignet sich vor allem für schmale Terrassen und kann kleineren Terrassen optisch mehr Tiefe verleihen. Durch seine Form kann dieser auch problemlos und platzsparend an die Hauswand gestellt werden. Gerade für Feiern ist die Tischform beliebt, da man Gastgeber oder den Jubilar an das Kopfende platzieren kann. Durch die beiden Stirnseiten lässt sich nämlich eine gewissen "Hierachie" abbilden. Der damit verbundene Nachteil ist jedoch gerade bei großen rechteckigen Gartentischen, dass der Abstand zwischen den Gästen größer als bei anderen Tischformen ist. Zudem bringt die Plattenform mit, dass man sich leicht an den Ecken stoßen kann. Bei Kindern im Haushalt kann aber ein Eckenschutz für mehr Sicherheit sorgen.

Quadratisch

Durch ihre kompakte Art passen quadratische Tischformen gut auf Balkone und kleinere Terrassen. Sie lassen sich wie der rechteckig "große Bruder" platzsparend an Hauswänden oder in Ecken platzieren. Allerdings sitzt man hier formbedingt etwas gleichberechtigter nebeneinander und gegenüber. Auch das Eckenproblem ist bei dieser Tischart gegeben.
Tipp: Sie wissen noch nicht, welche Tischgröße für wie viele Personen reicht? Dann lesen Sie doch mal in den Magazinartikel „Tischgrößen“ rein!

Rund

Der sicherlich größte Vorteil einer runden Ausführung: keine Ecken. Hier kann man sich nirgendwo stoßen. Gleichzeitig wird an runden Tischformen geschätzt, dass man hier noch gemütlicher und gleichberechtigter als einer langen Tafel zusammensitzt. Auch ist der Abstand zwischen den einzelnen Personen ist nicht so groß, gleichzeitig gibt es auch keine Kopfenden, so dass es keine "Hierachien" gibt. Allerdings sind runde Gartentische recht raumgreifend, wer also nur wenig Platz zur Verfügung hat, muss den Durchmesser des Tisches sowie die Stühlen im Augen behalten.

Oval

Ovale Tischformen sind eine Symbiose aus rechteckigem und runden Tischen. Durch seine runde Formung gibt es keine lästigen Ecken, bietet aber im Gegensatz zum Rundmodell zwei Kopfenden. Wer also weder einen rechteckigen noch einen runden Tisch möchte, ist mit einem ovalen Modell daher besser beraten. Anders als die eckige Variante ist diese Variante jedoch etwas raumgreifender und lässt sich nicht in einer Ecke stellen.

Triangel

Immer beliebter werden auch sogenannte Triangeltische. Diese Tische in Dreiecksform gibt es mit eckigen oder abgerundeten Kanten. Sie sind mit ihrer besonderen Plattenform ein wahrer Blickfang. Nachteilig ist, dass diese Tischart ähnlich wie runde Modelle sehr in den Raum greift und daher eher etwas für größere Terrassen ist.

Die fünf häufigsten Tischgestelle

Vierfuß/Dreifuß

Das Vierfußgestell ist der Klassiker unter den Tischgestellen und mit praktisch jeder Tischplattenform kompatibel. Die Tischbeine verlaufen hier im rechten Winkel zur Tischplatten meist gerade nach unten. Varianz wir durch unterschiedliche Profilrohre erzeugt, die häufigsten sind hier Rundrohrprofile oder Vierkantprofile. Mittlerweile gibt es jedoch auch eine Vielzahl an Sonderformen. Moderne Varianten verfügen nicht mehr nur über einzelne Profilrohre sondern über „Schlaufen“ als Tischfuß. Meistens an den Ecken platziert, kann aber auch mittiger sein.

Ähnlich dem Vierfuß, nur eben mit drei Tischbeinen, ist das Dreifußgestell. Dieses ist meist bei runden Modellen oder Triangeltischen zu finden.

Die Vorteile der klassischen Fußgestelle sind neben einer guten Standsicherheit die große Beinfreiheit in der Mitte des Tisches. Gerade für Personen mit langen Beinen ein großer Vorteil. Nachteilig ist jedoch, dass die Tischbeine im Fall einer Wintereinlagerung stets abmontiert und separat gelagert werden müssen. Auch verhindern die Füsse an den Ecken bzw. Rändern, dass man spontan zusätzliche Sitzplätze schafft.

Säule

Säulentische, hier vor allem sogenannte Bistrotische, verfügen meist über eine mittige oder zwei nebeneinander liegende Säulen. Diese Tischart sind meist sogenannte Bistrotische, aber auch größere runde Esstisch verfügen über eine große mehr oder weniger breite mittige Säule als Blickfang.
Je nach Größe und Platzierung der Säule(n) kann dies aber manchmal auf Kosten der Beinfreiheit gehen. Beide Beine ausstrecken ist dann nämlich nicht mehr so ohne Weiteres möglich. Allerdings ist bei einem Säulengestell aber möglich überall an der Tischplatte zu sitzen oder das störenden Bein im Weg ist - so finden im Zweifel mehr Personen Platz.

Cross (X)

Ein in letzter Zeit immer beliebter werdendes Tischgestell ist das Cross-Leg-Gestell. Es ist in der Regel ähnlich wie ein Säulengestell mittig platziert und zeichnet sich durch X-förmige bzw. gekreuzte Tischbeine aus. Diese Kreuzbeine ermöglichen - je nach Größe des Gestells - ein gewisses Maß an Beinfreiheit. Gleichzeitig ist es natürlich ein echter Eyecatcher auf der Terrasse.

Wange

Je nachdem wo platziert, bietet dieses Gestell mehr oder weniger Beinfreiheit. Charakterisiert wird diese Gestell durch zwei Platten, die parallel zueinander an den Kopfenden oder mittiger die Platte tragen. Besonders Polyrattantische werden im Gartenmöbelbereich gerne mit Wangengestell gefertigt.

Kufen

Ein sehr modernes und immer öfter auch im Gartenmöbelbereich anzufindendes Tischgestell ist das sogenannte Kufengestell. Hier liegt die Platte auf zwei Kufen an den Stirnseiten des Tisches auf. Es ähnelt in gewisser Weise dem Wangengestell, allerdings zeichnet sich jenes durch eine offenere und modernere Formensprache aus, da das Gestell nicht selten aus Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium gefertigt ist. Das ermöglich gleichzeitig große Beinfreiheit von allen Tischseiten aus. Kufengestelle sind meist bei rechteckigen Tischen zu finden.


Iris Ahmad
verfasst von Iris Ahmad

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