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Rund um den Garten
Magentabletten gegen Unkraut

Bullrichsalz zur Unkrautvernichtung

Eva Haltmayr
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04.04.2017
|
2 Min Lesezeit
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Eva Haltmayr
04.04.2017
|
2 Min Lesezeit

Geheimwaffe Bullrichsalz gegen Unkraut. Wir testen, ob das Hausmittel wirklich funktioniert.

Bullrichsalz zur Unkrautvernichtung

Bullrichsalz - das kennen die meisten als bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen. Doch auch gegen Unkraut soll das Natriumhydrogencarbonat in Verbindung mit heißen Wasser helfen. Durch kochendes Wasser wird der empfindliche Mechanismus der Pflanze gestört, wodurch das Unkraut nach und nach abstirbt. Zusätzlich wird dem Unkraut durch das Salz Feuchtigkeit entzogen und der pH-Wert des Bodens erhöht. Durch die Wasserabgabe schrumpfen die Zellen der Pflanzen. Das Unkraut trocknet aus und verwelkt. Wurde die Wurzel nicht vollkommen zerstört, können resistente Pflanzen, wie zum Beispiel Löwenzahn erneut wachsen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass das Gemisch nicht unnötig abkühlt. Diese Art der Unkrautvernichtung eignet sich besonders bei Pflastersteinen bzw. an Rändern. Allerdings ist Vorsicht geboten: Bei hohen Temperaturschwankungen brechen Fliesen und Pflastersteine auf.

Unkraut vernichten mit Bullrichsalz - so geht's:

Sie brauchen für den Unkrautvernichter:

  • Wasserkocher
  • Messbecher
  • Bullrichsalz (aus der Apotheke)

Später zum sauberen Entfernen:

  • Besen
  • Harke

Auch wenn einige Webseiten Ihnen zur Verwendung von Essig raten, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Säure den Boden nachhaltig schädigt und hilfreiche Mikroorganismen auslöscht.

  • Wasser kochen und darin die Tabletten oder das Pulver auflösen (1 Esslöffel auf 1 Liter Flüssigkeit)
  • Heiße Mischung mit Salz direkt nach dem Vorgang über die Unkräuter (z.B. Giersch) im Garten gießen
  • Nach einer Woche ist sind die Wurzelunkräuter braun geworden. Entfernen Sie die Reste der Pflanze mithilfe einer Harke und eines Besens. Eventuell müssen Sie per Hand nacharbeiten und den Boden jäten.

Wie bewerten wir die Methode?

Vorteile

  • bequem
  • schnell

Nachteile

  • kein langanhaltender Effekt, muss regelmäßig zum Vernichten der Pflanzen wiederholt werden
  • hoher Wasserverbrauch bei großer Fläche
  • Bodenbakterien werden vernichtet, das heißt schlecht für die Bodenflora

Bewertung: 2 von 5 Sternen

Dieser Lösungsweg zeigt zwar Resultate und geht schnell, aber in Beeten, in denen bereits mit Mulch gearbeitet wurde bleibt der Erfolg aus. Der Rindenmulch saugt das Wasser auf und das Unkraut geht nicht ein. Auch aufgrund des hohen Wasserverbrauchs und dem negativen Einfluss auf die Bodenflora bewerten wir damit diese Möglichkeit mit nur 2 von 5 Sternen.

Tipp: Unkrautvlies kann helfen, dass sich Unkraut gar nicht erst stark ausbreitet.


Eva Haltmayr
verfasst von Eva Haltmayr

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