Grillkohle & Anzündhilfen

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Für viele ist das Grillen mit Grillkohle nach wie vor die einzig wahre Art zu Grillen. Für ein gutes Grillergebnis ist natürlich auch immer das richtige Grillmaterial entscheidend. Aber hier steht man vielfach schon vor der nächsten Entscheidung: Welche Grillkohle soll ich nehmen? Wir möchten Ihnen daher die beiden gängigsten Varianten der Grillkohle gegenüberstellen.

Klassische Holzkohle oder Briketts?

  • Klassische Holzkohle ist im Gegensatz zu Briketts schneller entzündet. Während Holzkohle bereits nach etwa 25 Minuten für den Grilleinsatz bereit ist, dauert es bei Briketts gut und gerne mal 50 Minuten bis man das erste Grillgut auflegen kann.
  • Die Befeuerung mit Holzkohle führt zu einer größeren Hitzeentwicklung, die durchaus bis zu 700 Grad Celsius reichen kann. Briketts erreichen diese hohen Temperaturen nicht ganz.
  • Nachteil der Holzkohle ist allerdings, dass die entstandene Hitze nicht sehr lange anhält. Sie eignet sich von daher eher für einen kurzen Einsatz von höchstens zwei Grillrunden. Briketts hingegen sind bis zu drei Stunden danach noch für eine weitere Grillrunde geeignet.

Letztlich hängt die Wahl der konkreten Grillkohle von Ihrem Grillvorhaben und der Dauer des Grillens ab. Experten empfehlen jedoch, Holzkohle und Briketts gleichzeitig zu verwenden, da sich so die bestehende Nachteile beider Grillkohle-Arten wieder aufwiegen.

Wichtig ist aber hierbei vor allem eins: Achten Sie beim Kauf der Grillkohle auf das DIN EN 1860-2 Zeichen auf der Verpackung, welches für die geprüfte Qualität steht und somit frei von Schadstoffen und künstlichen Klebstoffen ist.

Damit ist Ihre Grillkohle bereits nach der Hälfte der Zeit bereit für den Grilleinsatz!

Für das besondere Grill- und Geschmackserlebnis können Sie Ihrer Grillkohle auch Aromahölzer zufügen, die dann in Kombination mit Ihrer gewählten Grillkohle Ihrem Grillgut einen unvergleichlichen und authentischen Grillgeschmack verleihen.

Welche Anzündhilfen gibt es?

Chemische Grillanzünder

Flüssige Anzündhilfen

Die beliebteste und meist verbreitete Form von Grillanzündern ist die flüssige Variante. Hierbei wird der gewählte Brennstoff mit der jeweiligen Flüssigkeit getränkt. Der Vorteil von flüssigen Anzündern ist, dass sich Flüssigkeiten grundsätzlich gleichmäßiger auf dem Brennstoff verteilen lassen. Verwenden Sie ausschließlich Sicherheitsflüssiganzünder. Diese sind durch eine spezielle Kennzeichnung auf der Flasche erkennbar.

Achtung: Verwenden Sie niemals Brennspiritus oder Benzin! Es können hierbei gefährliche Stichflammen entstehen.

Gelartige Anzündhilfen

Gelartige Grillanzünder, wie Anzündpasten, werden ähnlich wie die flüssige Variante auf die kalten Kohlen verteilt. Der Nachteil ist allerdings, dass sie sich aufgrund der gelartigen Konsistenz nicht so gleichmäßig verteilen lassen wie flüssige Grillanzünder.

Feste Anzündhilfen

Ein fester Grillanzünder, wie ein Anzündwürfel oder präparierte Holzwolle, ist eine echte Alternative zu flüssigen oder gelförmigen Grillanzündern. Dieser wird einfach unter die Grillkohle gelegt und angezündet. Die Vorteile sind hierbei, dass dieser ohne Einwirkzeit sofort brennt und auch für Grillanfänger sehr gut geeignet ist, da hier nicht auf die richtige Dosierung und Verteilung von flüssigen und gelartigen Mitteln geachtet werden muss.

Achtung: Alle drei Formen der oben genannten chemischen Grillanzünder müssen erst vollständig abgebrannt sein, bevor Sie ihr Grillgut auflegen können! Ansonsten kann es passieren, dass Ihr Fleisch den Geschmack der Grillanzünder annimmt und/oder Schadstoffe aus den Mitteln aufnimmt.

Nicht-Chemische Grillanzünder

Elektrische Anzündhilfen

Diese Form stellt die wohl sicherste Variante dar. Elektrische Grillanzünder kommen in verschiedenen Formen daher. Eine bekannte Form ist die Heizschlange, die in die Holzkohle gelegt wird, bis diese glühen. Der Nachteil ist allerdings, dass Sie für die elektrische Form der Anzündhilfe in der Regel eine Stromquelle benötigen und diese somit nicht überall flexibel einsetzbar ist.

Anzündkamin

Wesentlich flexibler als mit einem elektrischen Anzünder ist man mit einem Anzündkamin. Die kalten Kohlen werden in den Anzündkamin gefüllt und liegen dann auf einer gelochten Auflage auf. Unterhalb der Kohle wird dann mittels eines schnell entzündlichen Materials (z.B. ein chemischer Grillanzünder) ein Feuer entfacht, dessen Hitze die darüber liegende Grillkohle aufgrund des sog. Kamineffekts entzündet. Auch nach dem Ausbrennen des Grillanzünders glühen die Kohleschichten weiter nach oben hin weiter durch. Das Brennmaterial ist dann zum Grillen bereit, wenn die oberste Lage des Brennmaterials mit der typischen weiß-grauen Ascheschicht bedeckt ist. Die glühende Grillkohle kann dann in den Grill geschüttet werden.

Achtung: Das Tragen eines hitzebeständigen Grillhandschuhs ist bei der Anwendung, insbesondere beim Umfüllen der heißen Kohlen, unbedingt zu empfehlen! Schützen Sie sich beim Umfüllen zudem vor dem entstehenden Funkenflug!