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Weber Wok im Test

Würstchen grillen war gestern – heute wird gebacken, geräuchert und sogar mit dem Wok auf dem Grill gekocht. Die großen Grillhersteller bieten immer mehr Gadgets für den Grill an – so auch Marktführer Stephen Weber, der mit dem Gourmet Barbecue System keine Wünsche mehr offenlässt. Neben Sear Grate (hier geht's zum Weber Sear Grate Test), Ebelskiver Aufsatz, Pizzastein und Dutch Oven, gibt es auch einen Wok-Einsatz, der sich besonders zum schnellen und gesunden Kochen auf dem Grill eignet.

Ein Wok ist eine am Boden abgerundete, gusseiserne Pfanne, welche nach oben offen ist. Traditionell wird mit Wok sehr heiß gekocht – ursprünglich sogar über offenem Feuer. Obwohl der Wok aus dem asiatischen Raum stammt, können mit dem Küchenutensil die unterschiedlichsten Gerichte kreiert werden. In der runden Pfanne kann sowohl Fleisch, als auch Meeresfrüchte und Gemüse scharf angebraten, gekocht, gedünstet oder frittiert werden. Durch die kurze Garzeit bleiben die wertvollen Vitamine und Nährstoffe erhalten. Das Gemüse bleibt bissfest und das Fleisch außen knusprig und innen saftig. Somit ist der Wok ein wahrer Alleskönner und aus der modernen Küche kaum mehr wegzudenken.

Nun hält der Wok auch Einzug ins klassische BBQ. Ob der Wok auch auf dem Grill so viel Spaß macht wie in der Küche, testen wir heute. Testobjekt ist der Wok-Einsatz für das GBS der Marke Weber inkl. Deckel und Dünsteinsatz.

Weber Wok Test – die Vorbereitung

Der Wok sollte zunächst vorbereitet werden. Wie alle anderen Einsätze des GBS sollten dieser vor Benutzung mit einer milden Spüllauge abgewaschen werden, um ihn von Staub und Verunreinigungen zu befreien. Danach empfiehlt es sich, den Wok einmal ohne Lebensmittel auf dem Grill stark zu erhitzen - ihn sozusagen einzubrennen.

Wir möchten auf dem Wok eine mediterrane Gemüse-Pasta-Pfanne zubereiten. Hierfür benötigt man für 4 Portionen folgende Zutaten:

  • 500 g Penne
  • 1 Zucchino
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 30 ml Olivenöl
  • 250 g gewürfelte Tomaten (aus der Dose)
  • 250 g Mascarpone
  • 125 g Mozzarella
  • Oregano
  • etwas Pfeffer und Salz zum Würzen
  • Rucola als Dekoration


Für die Zubereitung von Wok-Gerichten ist es essentiell, dass alle Zutaten in etwa gleich große Stücke geschnitten werden. Das erfordert zwar etwas Zeit, jedoch ist die Zubereitungszeit an sich um einiges kürzer als beim klassischen Kochen. Aus diesem Grund müssen langgarende Lebensmittel wie Nudeln oder Kartoffeln auch vorgegart werden.

Zunächst entkernen wir also die Paprika, schneiden sie in mundgerechte Stücke und geben sie in eine Schüssel, danach mit dem Zucchino genauso verfahren. Danach würfeln wir die Zwiebel und schneiden die Knoblauchzehen in feine Scheiben. Diese beiden Zutaten werden zuerst angebraten. Zum Schluss messen wir das Olivenöl ab und kochen die Nudeln bissfest auf dem Herd.

Weber Wok Test – die Zubereitung

Nachdem alle Zutaten vorbereitet sind, kann der Grill angefeuert werden. Wenn der Grill eine Temperatur von 250 Grad erreicht hat, setzen wir den Wok ein, schließen den Deckel und warten noch einmal 15 Minuten bis der Wok aufgeheizt ist.

Dann lassen wir das Olivenöl ringsherum in den Wok laufen und kurz erhitzen. Dann können die gehackten Zwiebeln mit dem Knoblauch hinzubegeben und angedünstet werden. Daraufhin kommen Paprika und Zucchini dazu und werden unter regelmäßigem Rühren angebraten.

Wenn das Gemüse fast gar ist, geben wir die stückigen Tomaten in den Wok und lassen die Masse kurz aufkochen.

Wir vermengen das Ganze noch mit einem Becher Mascarpone, was der Pastasauce eine besondere Cremigkeit verleiht.

Dann Nudeln zu der Sauce geben und etwa 3 Minuten mit geschlossenem Deckel erwärmen.

Wir würzen das Gericht mit Oregano, Pfeffer und Salz und heben noch ein paar Scheiben Mozzarella unter. Kurz warten bis der Mozzarella geschmolzen ist und schon kann die mediterrane Gemüse-Pasta-Pfanne auf Tellern serviert werden.

Dieses leckere Essen eignet sich sowohl als Vorspeise, als Beilage zu Gegrilltem oder als vollwertige Hauptspeise.


Wok reinigen und pflegen

Der Weber Wok sollte erst nach vollständigem Erkalten gereinigt werden. Empfohlen wird eine Reinigung ausschließlich mit klarem, warmen Wasser. Wenn die Verunreinigungen zu stark sind, kann ein wenig Spülmittel hinzugegeben werden. Anschließend sollte der Wok trockengerieben und mit etwas Öl ausgewischt werden. Das soll dabei helfen, dass sich Rost nicht ansetzen kann.

Unser Wok ließ sich problemlos reinigen und war innerhalb von Minuten wieder sauber. Sollten Essensreste eingebrannt sein, dürfen diese nicht mit scharfen Scheuermitteln oder Stahlwolle abgekratzt werden. Stattdessen den Wok einfach in Wasser einweichen und dann den Schmutz mit einem Schwamm entfernen.


Weber Wok Test - Fazit

Der Wokeinsatz für den Weber Grill ist sehr hochwertig verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Er hat ein hohes Gewicht und speichert durch das dicke Material die Hitze sehr lange. Ein Nachteil hierbei sind die ungeschützten Griffe, die sich leider genauso aufheizen und so das Anfassen ohne Grillhandschuhe zu Verbrennungen führen kann.

Aufgrund der Größe und der guten Wärmeaufnahme kann man mit diesem Wok problemlos eine große Menge Fleisch oder Gemüse auf einmal anbraten und erhält eine wunderbar knusprig braune Farbe, während es innen saftig und zart bleibt. Aufgrund des großen Volumens lassen sich etwa 6-8 Personen versorgen.

Außerdem kann der Wok auch als Topf zum Suppe- und Gulaschkochen verwendet werden, er ist also vielfältig einsetzbar.

Zudem gestaltet sich die Reinigung überaus unkompliziert, bei unserem Test ist nichts eingebrannt und wir reinigten den Wok innerhalb weniger Minuten mit purem Wasser.

Alles in allem macht der Weber Wok eine gute Arbeit, ist pflegeleicht und simpel in der Anwendung. Auch der Preis ist unserer Meinung nach für diesen komplett aus Gusseisen gefertigten Wok gerechtfertigt – vergleichbare Woks liegen in etwa der selben Preisklasse.

Wir haben den Wok-Einsatz ausschließlich beim Master Touch Kugelgrill verwendet und können daher keine Aussage über die Nutzung auf anderen Grills machen.

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