Garten & Lifestyle
Ratgeber
Rund um den Garten
Bunte Gartenvielfalt in Tradition

Bauerngarten

Laurien Rudhardt
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15.03.2020
|
5 Min Lesezeit
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Laurien Rudhardt
15.03.2020
|
5 Min Lesezeit

Ein klassischer Bauerngarten lässt jedes Gärtnerherz höher schlagen. Frisches Obst, Beete mit wohlschmeckenden Kräutern und knackigem Gemüse. Zudem schmücken bunte Sommerblumen und Sträucher die Wege. Der Bauerngarten erfreut nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen.

Bauerngarten

Ein klassischer Bauerngarten lässt jedes Gärtnerherz höher schlagen. Frisches Obst, Beete mit wohlschmeckenden Kräutern und knackigem Gemüse. Zudem schmücken bunte Sommerblumen und Sträucher die Wege. Der Bauerngarten erfreut nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen. Die Vielfalt des Gartens ist ein Kunstwerk für sich. Er spricht alle Sinne an.

Wie Sie Ihre Gartenleidenschaft voll ausleben können und Ihren eigenen Bauerngarten anlegen, erfahren Sie hier.

Ursprung des Bauerngartens

 

Der traditionelle Bauerngarten stand, wie der Name schon sagt, ganz allgemein für einen Nutzgarten, angelegt zur Selbstversorgung. Sowohl der Bauer als auch seine Familie konnten von dem Ertrag das ganze Jahr über profitieren. Beete wurden vor allem mit Gemüse und anderen Nutzpflanzen angelegt und bepflanzt.

Duftende Blumen oder Ästhetik spielten dabei kaum eine Rolle. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde der angelegte Garten als Stilart eingeführt.

Vorreiter des heute bekannten Bauerngartens bildet jener im Botanischen Garten Hamburg. Erstmals zeichnet sich dieser Garten durch eine Ordnung zwischen Nutz- und Zierpflanzen aus.

 

Folgende typische Merkmale finden sich im Bauerngarten „Hamburger Art“ wieder:

  • die Bepflanzung von Gemüse und Kräutern überwiegt, Zierpflanzen und Ästhetik spielen aber trotzdem eine wichtige Rolle
  • geometrische Form mit Wegekreuz
  • Einfriedung durch Holzzaun, Mauer oder Hecke


Viele der zeitgenössischen Bauerngärten ähneln, was Gestaltung und Struktur betrifft, dem des Gartens in Hamburg.

Bauerngarten anlegen und ausstatten

Damit das Projekt Bauerngarten von Erfolg gekrönt wird, ist es nützlich einen Plan zu erstellen. Dieser sollte zumindest die grobe Struktur der Gartengestaltung aufweisen.

Die beste Lage bietet eine sonnige Südseite. So erhalten Pflanzen, Stauden und Bäume genug Licht um zu wachsen und zu gedeihen. Die Pflanzen die am meisten Sonne benötigen sollten dementsprechend angelegt werden.

Obwohl er einen eher ungeordneten, natürlichen ersten Eindruck vermittelt, ist der Bauerngarten klar strukturiert. Die Fläche wird mindestens in vier Sektoren unterteilt.

 

Gehwege trennen zum einen die Sektoren voneinander und ermöglichen zum anderen einen bequemen Zugang zu den Beeten. Die zwei Hauptwege kreuzen sich im Zentrum des Gartens. Dort wird er gern mit Brunnen, einem kleinen Baum, einem Rosenstrauch oder anderen Dekoelementen verziert.

Um die Struktur noch besser hervorzuheben, rahmen kleine Hecken oder Zäune die einzelnen Beete ein. Für die Gehwege wird eine natürliche Grundlage verwendet, die den Boden nicht versiegelt. Rasenpfade, Kieswege oder ein Untergrund aus Rindenmulch eignen sich hervorragend dafür. Rindenmulch hat zusätzlich den Vorteil, dass er den Boden vor dem Austrocknen schützt und das Unkrautwachstum hemmt.

Bepflanzung eines Bauerngartens

Sind die Grundlagen Ihres Bauerngartens geklärt, geht es anschließend ans Bepflanzen und Anlegen der Beete. Den typischen Bauerngarten macht u.a. eine bunte Vielfalt an Bauerngarten-Pflanzen aus. Das heißt, üppige Blumen und Sträucher finden ebenso ihren Platz wie Gemüse und andere Nutzpflanzen. Aber welche sind die besten Pflanzen für Ihren Bauerngarten? Und was muss beachtet werden, wenn man einen Bauerngarten anlegen und gestalten möchte?

Blumen und Nutzpflanzen


Das direkte Nebeneinander von Zier- und Nutzpflanzen hat nicht nur einen optischen, sondern auch einen praktischen Wert. Während einige Pflanzen Bienen und andere nützliche Insekten anlocken, halten andere Schädlinge fern.

Kräuter leisten diesbezüglich ebenfalls positive Auswirkungen auf Gemüsesorten. Die Duftstoffe von Dill z.B. halten Schädlinge von Rote Beete, Möhren und Kohl ab. Zusätzlich fördert Dill die Keimfähigkeit der Möhren.

Das wilde Mischen der Bauerngarten-Pflanzen führt dazu, dass Schädlinge natürlich eingedämmt werden. Durch das Trennen gleicher Sorten verhindern Sie, dass Ungeziefer und Krankheiten alle Pflanzen derselben Art befallen. Andererseits gilt es aber zu beachten, dass nicht alles Grün zueinander passt und sich verträgt.

Bohnen, Erbsen und Kohl gedeihen weniger gut in der Nähe von Zwiebeln. Des Weiteren hemmen u.a. folgende Sorten gegenseitig ihr Wachstum:

  • Petersilie und Salat
  • Tomaten und Gurken
  • verschiedene Kohlsorten


Blumenkohl und Sellerie dagegen fördern das gegenseitige Wachstum und Gedeihen. Für eine ertragreiche Ernte sollten Sie sich daher ausreichend über die Kompatibilität der Pflanzensorten informieren. Weniger wissen benötigt man beim Anlegen von Bauerngarten-Blumen. Beliebt sind Tränendes Herz, Ringelblumen, Rittersporn oder Margeriten.

Wicken, Kapuzinerkresse, Dahlien und Zinien sind einjährige Sommerblumen. Sie machen durch ihr hübsches Aussehen allerdings jeden Mehraufwand wett. Außerhalb der Gartenbegrenzung finden auch Stauden einen schönen Platz. Meist auf der Ecke werden Hortensien und Co. angelegt.

Jeder Gärtner ist gut beraten Blumen und Pflanzen zu wählen, die an unterschiedlichen Jahreszeiten blühen. So erstrahlt der Bauerngarten das ganze Jahr über in leuchtenden Farben oder zumindest in sanften Grün.

Eine Mischung aus winterharten und einjährigen Pflanzen machen den Garten pflegeleicht. Vor allem winterharte Pflanzen versprechen bei guter Pflege eine lange Lebenszeit.

Obst und Beeren

Ursprünglich wurden Obstbäume außerhalb des Bauerngartens auf einer Wiese gepflanzt. Mittlerweile halten die Bäume mit den schmackhaften Früchten in und um den Garten Einzug. Hochstämmige Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche oder Pflaume, eignen sich dafür um im Zentrum platziert zu werden. Alternativ finden die Gehölzer am Rande des Gartens ihren Platz. Beerensträucher eigenen sich ebenfalls gut als Bauerngarten-Pflanzen. Sie sind pflegeleicht und liefern eine reiche Ernte. Mitunter werden sie auch als Abgrenzung eingesetzt.

Einfriedung

Holzzäune dienen als natürliche Umrahmung sowie als Rankhilfe für Kletterpflanzen. Kleine Mauern aus Naturstein rahmen den Garten ebenfalls elegant und strukturiert ein. Nicht nur der Garten selbst wird eingefriedet, auch die darin enthaltenen Beete werden umrandet.

Klinker, Naturstein und niedrige Zäune und Hecken eignen sich als Einfassung für Beete. Besonders natürlich und romantisch wirken geflochtene Weidenzäunchen. Als Hecke bietet sich der beliebte Buchsbaum an. Allerdings ist dieser seit einigen Jahren recht anfällig für Schädlinge und Krankheiten geworden. Als Alternative wird gern Heckenkirsche, Lavendel oder eine niedrige Sorte der Japanischen Stechpalme verwendet.

Deko und Co.


Das Tor zum Gartenglück bildet in vielen Fällen ein üppig bewachsener Rosenbogen. Alte Sorten wie, die Remontantrose oder Polyantha-Rose sind wegen ihres Blütenreichtums ein Augenschmaus. Um den eigenen Garten mit allen Sinnen in Ruhe genießen zu können bieten sich Sitzmöglichkeiten wie Holzstühle oder eine Holzbank an.

Dann heißt es nur noch: Eintauchen und Genießen!

 

Sie sind ein Fan von natürlich angelegten Gärten? Dann empfehlen wir Ihnen einen weiteren Artikel in unserem Online-Magazin. Bei „Cottage Garten“ geht es darum wie Sie ihren Garten im englischen Stil pflanzen und gestalten. Viel Freude beim Lesen!


Laurien Rudhardt
verfasst von Laurien Rudhardt

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